Nachdem ich einige Tees zur Milchbildung (bzw. sogenannte „Stilltees“) unterschiedlichster Marken ausprobiert habe, habe ich nun das ideale Rezept zum Selbermachen entdeckt. Grundsätzlich sind die Stilltees aus den Reformländen, Apotheken usw. ja auch sehr gut aber ich bin einfach ein Vieltrinker und kann Teebeutel nicht leiden. Und die allermeisten Stilltees kommen leider ausschließlich im Beutel.
Außerdem werden nur bei den wenigsten die Bockshornkleesamen verwendet, die tatsächlich milchbildend wirken. All die anderen leckeren Kräuter, die in den Stilltees zudem verwendet werden sind eben „nur“ lecker, harmonisierend, beruhigend… (für eine genaue Übersicht, wie die einzelnen Kräuter in den Stilltees wirken siehe folgenden Artikel: Stilltee Vergleich).
Hier also das Rezept zum Selbermachen:
Zutaten:
1 Teil Bockshornkleesamen
3 Teile Fenchel
1 Teil Anis
2 Teile Kümmel
2 Teile Lavendel
3 Teile Zitronenverbene
Zubereitung:
Gib die Bockshornkleesamen in eine Pfanne und brate sie etwas an (Vorsicht, sie verbrennen leicht!). Die Erhitzung (oder „Aktivierung“) ist nötig, da die in den Bockshornkleesamen enthaltenen Saponine (besondere pflanzliche Bitterstoffe) ohne eine Erhitzung leicht giftig / unverträglich wirken können.
Mische die Bockshornkleesamen dann mit allen übrigen Zutaten und verteile alles gut mit deinen Händen. Du kannst die Hände vorher lange aneinander reiben, um ihren Energiefluss zu aktivieren.
Fertig ist der Stilltee!
Anwendung:
Der Stilltee ist nicht nur milchbildend, sondern kann auch wehenfördernd sein. Daher sollte er erst gegen Ende der Schwangerschaft und danach beim Stillen getrunken werden. Empfehlenswert sind ca. 3 Tassen täglich. Bei zu häufigen Trinken kann sich ein Gewöhnungseffekt einstellen und die Wirkung nachlassen.
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