Neuste Studien haben gezeigt, dass Babies bereits vor der Geburt mit der gesprochenen Sprache in Kontakt kommen. So lernt der Fötus nicht nur (wie bisher angenommen) zwischen verschiedenen Klängen, Vokalen und Konsonanten zu unterscheiden, sondern entwickelt auch ein individuelles Interesse für die Sprache(n) und lernt sogar zwischen ihnen zu unterscheiden.
Planst du, dein Kind zweisprachig oder sogar mehrsprachig zu erziehen und möchtest damit bereits vor der Geburt beginnen? Die folgenden 3 Tipps können dir dabei helfen, bereits pränatal eine zweisprachige oder mehrsprachige Grundlage für dein Kind zu schaffen:
Tipp 1: Verwende Sprachen zu gleichen Teilen
Falls du selbst zwei- oder mehrsprachig bist, versuche so viel wie möglich in allen Sprachen während deiner Schwangerschaft (und natürlich auch darüber hinaus) zu sprechen. Dabei solltest du alle Sprachen zu mehr oder weniger gleichen Teilen anwenden, damit sich dein Kind an alle gewöhnen kann und keine Bevorzugung stattfindet. Das mag nicht immer möglich sein, da man oft selbst eine Lieblingssprache hat oder eine Sprache besonders wichtig im Alltag ist aber versuche zumindest jeden Tag in allen Sprachen zu sprechen.
Tipp 2: Lasse eine andere Person mit deinem Bauch sprechen (z.B. den angehenden Vater) 
Falls dein Partner (oder eine andere dir nahe stehende Person, die später eine wichtige Bezugsperson für dein Kind werden könnte) eine andere Sprache spricht, dann lass ihn so oft wie möglich mit deinem ungeborenen Kind sprechen. Am wirkungsvollsten ist dies, wenn direkt mit dem Bauch gesprochen wird und die Stimme dabei so nah wie möglich am Kopf des Fötus ist. Dadurch kann dein Baby die Laute besser hören. Auch nimmt der Fötus höhere Frequenzen besser wahr, als niedrige (im Bauch ist es etwa so wie unter Wasser). Daher kann es hilfreich sein, wenn dein Partner die Frequenz seiner Stimme ein wenig anhebt.
Tipp 3: Lasse deinen Bauch Musik hören
Höre so viel Musik wie möglich, in der Sprache, die dein Kind lernen soll. Zum einen kommt dein Kind dann verstärkt mit der Melodie der spezifischen Sprache in Kontakt.  Zum anderen fördert jede Art von Musik die Gehirn- und Sprachentwicklung deines Babies. Dabei kannst du jegliche Art von Musik hören, die dir angenehm ist. Bis vor kurzem nahm man an, dass nur Musik von Mozart und Co der Gehirn- und Sprachentwicklung des Fötus zu Gute kämen. Seit neustem weiß man jedoch, dass dies für jede Art von Musik gilt.
Zusatz: Übertreib es nicht!
Zu diesen drei Tipps möchte ich dir zusätzlich noch einen weiteren auf den Weg geben, den ich persönlich sehr wichtig finde: Trotz allem Enthusiasmus, dein Baby so früh wie möglich bei seiner Entwicklung zu unterstützen, denke daran, es dabei nicht zu übertreiben! Tu‘, was sich auch für dich gut anfühlen würde. Würdest du gerne den ganzen Tag mit Radioklängen überhäuft werden? Hättest du gerne, dass man ununterbrochen mit dir redet, obwohl du gerade versuchst einzuschlafen? Überlege einfach, was für dein ungeborenes Baby interessant sein könnte und was vielleicht zu viel ist!
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